12.01.2010...

 
Stern

Heute kommt Margot, endlich nicht mehr alleine. Die wird Augen machen, hoffentlich bleibst trocken sonst dürfen wir noch hoch schwimmen.

07:30 Uhr
der Wecker klingelt, dafür bin ich noch nicht bereit und dreh mich noch mal um.

08:30 Uhr
steh ich in der Küche und fordere meinen Kaffee ein, den brauch ich dringend nach meiner gestrigen Kamikaze Aktion.

09:30 Uhr
halte ich in der Parklücke am verabredeten Treffpunkt und Alex steigt ein. Wir haben uns für heute verabredet um gemeinsam zur Station zu fahren. Alleine traue ich mich einfach nicht. Nachdem Alex mir gezeigt hat, dass sie alle notwendigen Notrufnummern auf dem Handy gespeichert hat, falls wir wieder hängen bleiben, fühlen wir uns wohler und entscheiden uns, es zu wagen.
Ich hoffe inständig, dass der Bus das mitmacht, er sieht nach der gestrigen Aktion sowieso schon so aus, als ob wir bei der Ralley Da’Car mitgemacht hätten. Auf diesem Wege noch mal ein schönen Gruß an die nette Autovermietung.

Wir fuhren erstmal die Liste von Lola ab und hakten alles auf der Liste ab. Jetzt aber schnell zu Lola, um ihr zu Helfen. Am Rand des Flussbettes lies ich einige Stoßgebete los und legte den ersten Gang ein. Wir fuhren seeehhrrr langsam das Flussbett entlang. Überall lagen große Steine und ich musste sie umfahren. Nicht einfach wenn man nicht sieht ob da evlt. nicht doch ein großes Loch ist. Nach langer Fahrt kamen wir endlich zur Auffahrt zur Station. Hmmm was jetzt. Nur ein sehr kleiner Pfad war rekonstruiert… pass ich da drauf. Wir versuchen es einfach, mehr als umkippen oder hängen bleiben geht ja eh nicht. Noch mal tief durchatmen und es versuchen.
Juhuuuu wir freuen uns wie zwei Kinder an Weihnachten, wir haben es geschafft jupieh, jetzt nur noch den Berg hoch. Na ja nicht „nur“ den Berg hoch, kurz vor der Station gibt’s noch eine schlimme Kurve in der wir gestern fast hängen geblieben wären. Ich vermute dass sie mir heute Probleme bereiten wird. Wir fahren jetzt erstmal hoch. An Lolas Haus vorbei und sehen, die Welpen haben ein Kopfkissen ergattert und überall liegt die Füllung verstreut, Lola wird sich freuen. Sie braucht dringend ein Welpengehege. Die kleinen nehmen alles auseinander. :o(

Nun steh ich da vor der Kurve wie erwartet hat der Bagger tiefe Furchen Reingefahren - und nun? Ich gebe Gas und bleib gleich hängen - und nun? Zurück rollen lassen und es wieder versuchen. Die Sommerreifen finden kaum halt in dem matschigen Boden. Ich gebe mehr Gas, das Auto rutscht nach rechts, dann nach links, wieder nach rechts ich muss gegen lenken und mit dem letzten Schwung bin ich oben. Puuuhhhh ich bin zwar nicht so fertig wie gestern – aber trotzdem ziemlich geschafft. Mir ist heute wieder nach einem Schnapps, um die Nerven zu beruhigen. Fürs Protokoll: wir brauchen in der Station eine kleine Bar um die Nerven der Besucher zu beruhigen.

Ich mach ja diese Tierschutzwochen seit 2006, zwei bis drei mal im Jahr regelmäßig, und die Wochen sind immer sehr anstrengend aber das Erlebnis jetzt, wird unvergessen bleiben.

Gassi

Lola hat heute Mitleid mit mir und lässt mich weiter fotografieren. Etliche Bilder habe ich bereits gemacht aber von Toby, Ruby und Minstral die fehlen mir noch. Die haben gestern gestromert und kamen erst nachdem wir weg waren. Toby & Ruby haben dafür Hausarrest und müssen die nächsten Tage in der Station bleiben.
Das Futter ist die Tage knapp. Es konnte nicht angeliefert werden. Es wurde im Second Hand Shop des Vereins hinterlegt und muss abgeholt werden.
Ich frage Lola wer sich darum kümmert „Who is going to take care, Lola?” Sie grinst mich an und klimpert mit den Augen…. Ich dreh mich um und hoffe inständig hinter mir jemanden stehen zu sehen….. Sie hat schon jemand gefunden….. wieso frag ich überhaupt????

Wir fahren runter zu Lola und sammeln erstmal die Kissenreste ein und suchen Lola’s Socken. Der Neue packen Socken ist Vergangenheit. Alex und ich erklären Lola, dass ohne Socken die Füße besser atmen können……. Leider können wir sie nicht Überzeugen und stattdessen will sie das ich meine da lasse, damit die Welpen ihre Socken in Ruhe lassen.
Lola macht allen ein Sandwich und wir lehnen uns zurück. Als Lola mich fragte wann Margot denn heute kommen würde, hab ich mich fast am Sandwich verschluckt. 15:00 Uhr Hilfe…. Ich muss noch das Flussbett runter, Alex absetzen, zur Pension duschen und dann zum Flughafen, Margot landet um kurz nach vier.
Meine Nerven…. die werden hier sehr strapaziert.

Auf dem Weg zurück, steht plötzlich ein Jeep mit Warnblinklicht mitten auf dem einzig befahrenen Weg. War ja klar, das mir so was passiert, bin ja nur im Stress, wieso soll’s mal normal laufen. Ich schaue - keiner im Auto. Na dann hupen wir mal. Einmal, zweimal, dreimal….. jetzt mal laaaaaaaaaaaaaaaaaaaange ah das Tor einer Finca geht auf, auf der gegenüberliegenden Seite und ein Blondes Püppchen kommt heraus. Endlich geht es weiter, na da hab ich noch mal Glück gehabt….
Was macht sie denn da? Sie steht auf der Anhöhe und schaut nach unten??? Alex und ich schauen genauer, was tut sie da?
„Fräulein das sind nur 10cm die du springen musst – mach hin….“.
Sie schaut sich um… tippelt ein wenig weiter runter und springt dann in die Mitte in der es trocken ist. Jetzt steht sie wieder da und weiß nicht weiter. Ok, jetzt schäm ich mich zu der Gattung Frau zu gehören und jetzt werd ich SAUER.
Ich rede mit ihr und erkläre ihr das sie ja auch rüber gekommen ist, also sicherlich auch wieder zurück kann. Sie schaut sich um und tippelt wieder ins Tor aus dem sie gekommen ist. Ich dachte mich tritt ein Pferd. Das ist doch jetzt etwa ein Scherz….
Und nun Alex? Alex meinte ich solle lieber noch ein wenig warten. Wieeee noch länger? Ich werd gleich gewalttätig. Links am Jeep geht’s ein wenig bergab und dann mitten durch den Fluss. Hmm was soll jetzt noch passieren? Das wird schon reichen. Ich setz and und lenke nach links, gebe aber kein Gas, nur irgendwie bewegt sich das gesamte Auto nach Links…. Ohhhhh Gott die Erde gibt nach…. Wir fangen beide an zu schreien….
Ich versuch mich zu beruhigen und denke nach… eine innere Stimme sagt mir einfach Gas geben und so war’s ich kam heil ins Wasser und konnte von da aus an dem Jeep vorbei und meinen Weg fortsetzen.

Wie erwartet war ich viel zu spät dran. Um 15:58 betrat ich die Dusche und um 16:06 saß ich geduscht, angezogen, mit trockenen Haaren im Auto auf dem Weg zum Flughafen. Und dann soll mal jemand sagen Frauen brauchen lang unter der Dusche.
Margot ich kommmmmmmmmmmmmeeeeeeeeee

Stern